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Die Geschichte des Preissler Verlages

Im Jahre 1933 gründete der junge Josef Preißler seinen eigenen Musikverlag. Das Akkordeon war noch in den "Kinderschuhen" und der junge Akkordeon-Virtuose wollte seine eigenen Kompositionen veröffentlichen. Wie sich später herausstellte war das eine kluge Entscheidung. Im selben Jahr gründete Josef Preißler sein erstes Akkordeon-Orchester und seine erste Musikschule. Kurz darauf folgten die ersten Auftritte im Bayerischen Rundfunk.

Der engagierte Einsatz des jungen Mannes war bald "in aller Munde" und so vertrauten sehr schnell alle großen Komponisten und Virtuosen Ihre Werke dem jungen Josef Preißler an. Im Januar 1946 erlitt Josef Preißler einen tragischen Verkehrsunfall und war seitdem rechtsseitig gelähmt. Die künstlerische Laufbahn nahm durch diesen Zwischenfall ein jähes Ende. Um seine Familie ernähren zu können, konzentrierte sich Josef Preißler nun voll auf das verlegerische Schaffen. Um der aufblühenden Akkordeonbewegung einen organisatorischen Rahmen zu geben, gründete Josef Preißler mit engagierten Kollegen und Kolleginnen den "Bayerischen Harmonikaverband". Bald trat Tochter Inge in die Fußstapfen des Vaters und begann das Verlagsprogramm auch auf andere Instrumente auszubauen.

Ende der Fünfziger Jahre begann die Zusammenarbeit mit Karl-Heinz Schickhaus. Verschollene Literatur vergangener Jahrhunderte für Hackbrett und Harfe wurden fortan mit großer Hingabe veröffentlicht. Max Rosenzopf verlegte im Jahre 1975 sein Lehrwerk für Steirische Harmonika im Preißler Verlag und half damit, diesem Instrument durch die Bereitstellung von Literatur den Durchbruch zu schaffen. Komponisten wie Wolfgang Jacobi vertrauten Ihre Kompositionen für Melodiebass-Akkordeon dem engagierten Verlag an. Der Preißler Verlag war einer der ersten Verlage, der auf der Musik-Messe in Frankfurt als Aussteller auftrat. Reinhard Tafferner war in dieser Zeit und danach ein umsichtiger und engagierter Lektor. Aus familiären Gründen veräußerte Inge Emslander, geborene Preißler den Verlag an Ulrich Seibert. Einige Jahre später übernahm Gerhard Halbig den Verlag und wird den Verlag und das anvertraute Repertoire pflegen und ausbauen.